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Eddie Muller


Wenn es Nach wird in Paris


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NOIR CITY 23 - Oakland 2026

Verfasst von marlowe am

Vom 16. bis zum 25. Januar 2026 wird zum 23. Mal in seiner Geschichte, präsentiert von Eddie Muller und der Film Noir Foundation das Filmfestival NOIR CITY in dem 1926 eröffneten Grand Lake Theatre in Oakland, Kalifornien, stattfinden. Unter dem Titel Face The Music dreht sich im laufenden Jahr alles um Filme die im Kontext von Jazz und klassischer Musik ihre Protagonisten in die Schattenzonen des Show Business entführen… Im Programm finden sich  Werke des klassischen Film Noirs à la Anatole Litvaks Blues In The Night (USA 1941), John Brahms Scotland Yards seltsamster Fall (USA 1945), John Hoffmans The Crimson Canary (USA 1945), oder auch Terence Fishers Face The Music / The Black Glove (UK/USA 1954), Alfred Hitchcocks Der falsche Mann (USA 1956) und Alexander Mackendricks Dein Schicksal in meiner Hand (USA 1957). Zum Ausklang gibt es noch zwei internationale Neo Noirs, nämlich Robert Altmans Kansas City (FRA/USA 1996) und  Bertrand Taverniers Round Midnight (FRA/USA 1986), im Ganzen “24 tales of music, mayhem, and… murder.“

 

Neue Filmrezensionen

Verfasst von marlowe am

Das Jahr 2025 ist Geschichte. Man mag es kaum glauben. Mit dem heutigen Tag stolpern wir in die zweite Hälfte der 20er Jahre des Jahrhunderts. Wie angekündigt, befassten wir uns im Dezember einerseits mit Filmklassik, anderseits mit dem Neo Noir der letzten Jahre. So finden sich in der Rubrik FILME die folgenden Werke neu: Wings Of Danger / Dead On Course (UK 1952), Three On A Ticket (USA 1947), Juror #2 (USA 2024), Below The Deadline (USA 1946), Philo Vance Returns (USA 1947), Straßenbekanntschaft (GER 1948), Die Frau im Nebel (KOR 2022) und Love Lies Bleeding (UK/USA 2024). Selten lagen Licht und Schatten so eindeutig voneinander getrennt wie im letzten Monat des nun vergangenen Jahres. Zum Auftakt des neuen werden wir uns weiterhin mit dem Neo Noir der ersten Hälfte der 20er befassen. Gibt es aktuelle Produktionen, die hier bis dato fehlen, aber genannt werden sollten, weil sie der allzu offensichtlichen Krise des internationalen Filmschaffens mit Blick auf qualitativ hochwertige Stoffe widerstehen? Nun, wir werden es prüfen.

 

Neue Filmrezensionen

Verfasst von marlowe am

Inzwischen ist auch der Noirvember vergangen, und das Jahr 2025 rast seinem Ende entgegen. Wie zuvor angekündigt, befassten wir uns ausschließlich mit Filmklassik, und so finden sich in der Rubrik FILME die folgenden Werke neu: Tatort… Hauptbahnhof Cairo (EGY 1958), Mädchen verschwinden (FRA 1955), Daughter Of Darkness (UK 1948), Blind Spot (USA 1947), The Boss (USA 1956) und Unter den tausend Laternen / Die Stimme des anderen (GER 1952). Auch im Dezember wollen und werden wir eine Vielzahl von vergessenen, in ihren Epochen je verborgenen Filmwerken wiederentdecken, und einmal mehr steht hierbei die Filmklassik im Fokus. Zugleich möchten wir auf einige der brandaktuellen Werke aus den letzten zwei, drei Jahren aufmerksam machen, die von übermächtigen Blockbustern an den Rand gedrängt wurden und als Neo Noirs eben doch unsere Aufmerksamkeit verdienen.

 

Im August: Noir Film Festival 2025

Verfasst von marlowe am

Vom 27. bis zum 30. August 2025 wird  in der Burg von Křivoklát das tschechische Noir Film Festival stattfinden. Seit 13 Jahren definiert es in seiner Sparte der Filmklassik für Europa den Status quo. Im laufenden Jahr sind der Film Noir und Neo Noir aus Südkorea mit The Flower In Hell (KOR 1958), The Housemaid (KOR 1960) und mit Memories Of Murder (KOR 2003) ein zentraler Bestandteil. Neben Kriminaldramen à la Wo das Alibi nicht genügt (CZK 1961) und Smrt sitá na mieru (CZK 1979) aus der tschechoslowakischen Filmproduktion geht es im Kontext “Courtroom Noir“ um vom Film Noir beeinflusste Gerichtsdramen wie Vor verschlossenen Türen (USA 1949), The People Against O’Hara (USA 1951) und Schakale der Unterwelt (USA 1955). Unterm Titel “Michael Mann – the architect of crime“ widmet sich eine Sektion u.a. mit Der Einzelgänger (USA 1981), Collateral (USA 2004) und Blackhat (USA 2015) dem Schaffen des für seine Neo Noirs berühmten US-Regisseurs. Zudem gibt es eine Retrospektive zu Regisseur Robert Siodmak und eine Würdigung des jüngst verstorbenen Gene Hackmans.

 

R.I.P. Gene Hackman

Verfasst von marlowe am

Wenn ich Menschen mit und ohne Filmerfahrung gegenüber zum Besten gab, mein Lieblingsschauspieler sei Gene Hackman, war das nicht bloß daher gesagt. Von den ausgehenden 60er Jahren bis in die frühen 2000er bereicherte er das US-amerikanische Kino um einige seiner besten Rollencharaktere. Auch im Neo Noir war er ganz vorn dabei: Als Jimmy "Popeye“ Doyle in William Friedkins The French Connection / Brennpunkt Brooklyn (USA 1971) hob er den US-amerikanischen Cop-Thriller auf ein neues Niveau. In Francis Ford Coppolas Der Dialog (USA 1974), in Arthur Penns Die heiße Spur (USA 1975), in Peter Hyams‘ Narrow Margin – 12 Stunden Angst (USA 1990) oder in David Mamets Heist - Der letzte Coup (CAN/USA 2001) bewies er wieder und wieder seine Meisterschaft. Am 26. Februar 2025 wurde der Schauspieler, der sich 2004 ins Privatleben zurückgezogen hatte, in seinem Haus in Santa Fe, New Mexico, im Alter von 95 Jahren tot aufgefunden.

 

FRENCH NOIR essential

Verfasst von marlowe am

Noch in dieser Woche erscheint mit FRENCH NOIR essential zum Preis von 6.90 EUR die zehnte, 52-seitige Sonderausgabe der 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin, die einzig direkt über den Shop des Magazins (und nicht über den Buchhandel) bestellbar ist. Darin werden 24 Werke der französischen Filmklassik aus den Jahren 1931 bis 1962 vorgestellt, folglich einige, die der Ära des Film Noirs in den USA und in Europa vorangingen oder ihr folgten. Mit Jean-Pierre Melville, François Truffaut, Jean Renoir, Louis Malle und Henri-Georges Clouzot u.a. sind viele Größen der Filmhistorie Frankreichs vertreten. Mit Filmen Henri Decoins, Yves Allegréts oder Gilles Grangiers widmet sich FRENCH NOIR essential Autoren und Regisseuren, an die dringend erinnert werden sollte. Als ein von Chefredakteur Jörg Mathieu fein editiertes und von mir kuratiertes Kompendium kann ich es allen am französischen Film (Noir) Cineasten vorbehaltlos empfehlen. 

Im Kino: Verbrannte Erde

Verfasst von marlowe am

“I wanted to create a clearer formal reference to film noir.”  So lautet die Kernbotschaft des Autors und Regisseurs Thomas Arslan zu seiner Produktion Verbrannte Erde (GER 2024), die seit dem 18. Juli bundesweit im Kino zu sehen ist. Der Film ist eine Fortsetzung seines Meisterwerks Im Schatten (GER 2010), das zu den besten Neo Noirs des vorigen Jahrzehnts gerechnet werden muss und seinerzeit fulminante Kritiken einheimste. Konsequent folgt Verbrannte Erde der Spur seines Antihelden Trojan (Mišel Matičević), der einst aus dem Gefängnis entlassen worden war, bei seinem früheren Auftraggeber Dragan (Jörg Malchow) einzig Feindschaft und Rachsucht provozierte und einen Raubüberfall inszenierte… Zwölf Jahre nach den Ereignissen des ersten Films kehrt Trojan nach Berlin zurück, denn er braucht dringend frisches Geld und eine Perspektive. Neben Mišel Matičević ist auch Kameramann Reinhold Vorschneider wieder mit von der Partie. Zudem wird klar, dass es sich bei den Werken um Thomas Arslans Berufskriminellen Trojan früher oder später um eine Trilogie von Kinofilmen handeln wird.

 

Hagen Graf, 1964 - 2023

Verfasst von marlowe am

Ohne ihn gäbe es diese Website vermutlich nicht mehr. Seit 2011 betreute Hagen Graf die gesamte Technik hinter dem Erscheinungsbild von der-film-noir.de. Der Austausch mit ihm ging jedoch weit darüber hinaus. Hagen gab Feedback und setzte eigene Ideen um. Was außer Reichweite schien, ermöglichte er. Sein kreativer und frequenter Input half zugleich die Motivation und den Anspruch an diese Website konsequent aufrecht zu halten. Die eigene Motivation war dabei von Beginn an nicht geschäftlicher Natur. Hagen selbst schätzte den nostalgischen Blick in eine kulturelle Nische des 20. Jahrhunderts, welche die heute größte deutschsprachige Webressource zum Thema Film Noir allen Interessierten eröffnet. Über 12 Jahre kooperierten wir bei deren Erhalt und Weiterentwicklung. Dass es einmal eine Zeit ohne ihn gäbe, hätte ich mir längst nicht träumen lassen. Am 4. Juli 2023 ist Hagen Graf in seiner Wahlheimat Fitou, Südfrankreich, im Alter von 58 Jahren gestorben.

 

Im Kino: Neo Noir 2023

Verfasst von marlowe am

In Raymond Chandlers Privatdetektiv Philip Marlowe, der  bis 1953 das literarische Œuvre seines Schöpfers kennzeichnete, erkennen viele Cineasten die Stilikone des Antihelden im Film Noir schlechthin. Über die Jahrzehnte verkörperten ihn u.a. Dick Powell, Humphrey Bogart, Phil Carey, James Garner, Robert Mitchum und Powers Boothe. Jetzt kehrt Marlowe (IRL/ESP/FRA/USA 2022) in einer Darstellung durch Liam Neeson ins Kino zurück. Regie führte Neil Jordan, in weiteren Rollen spielen Diane Kruger, Jessica Lange, Colm Meaney und Danny Huston. Kinostart ist der 15. Februar 2023, aber nur in den USA, in Kanada, Frankreich, Belgien… Es ist kaum zu glauben, aber trotz hochkarätiger Besetzung steht für Deutschland bis dato kein Starttermin fest. Ein aktuell im hiesigen Kino angekommener Neo Noir ist Holy Spider (DNK/GER/FRA/SWE 2022) von dem in Schweden im Exil lebenden iranischen Autor und Regisseur Ali Abbasi. Sein preisgekrönter Thriller beruht auf dem Fall eines Prostituiertenmörders im Iran der Jahre 2000 bis 2001 und begeistert sein Publikum und die Filmkritiker weltweit. 

 

Film Noir und Neo Noir

Verfasst von marlowe am

Film_Noir_The_Dark_Side_Of_Cinema_XI-web1.jpgFilm_Noir_Decision_To_Leave-web.jpgIn den USA setzt Kino Lorber seine Veröffentlichung von 3-BD-Editionen fort, die Filmklassiker aus Archiven von Universal Pictures beinhalten. Am 29. November erscheint unterm gewohnten Titel Film Noir: The Dark Side Of Cinema das elfte Box-Set mit Abner Bibermans Verdammte hinter Gittern (USA 1956), mit Zoltan Kordas Qualen der Liebe (USA 1948) und mit Charles Lamonts I Was A Shoplifter (USA 1950). Am 16. November veröffentlicht M6 Vidéo in Frankreich eine BD / DVD von Chon-wook Parks Neo Noir Decision To Leave (KOR 2022), Gewinner der Palme für die beste Regie bei den Filmfestspielen in Cannes. Am 2. Dezember wird in den USA Neil Jordans Marlowe (IRL/ESP/FRA/USA 2022) mit Liam Neeson, Diane Kruger und Jessica Lange ins Kino kommen. Mit Philip Marlowe als zentraler Figur, Ikone des Privatdetektivs, verfasste William Monahan (Departed – Unter Feinden, USA/HK 2006) nach Motiven Raymond Chandlers das Drehbuch.