Rechnung ging nicht auf, Die / Killing

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Bewertung
*****
Originaltitel
The Killing
Kategorie
Film Noir
Land
USA
Erscheinungsjahr
1956
Darsteller

Sterling Hayden, Vince Edwards, Coleen Gray, Jay C. Flippen, Ted de Corsia

Regie
Stanley Kubrick
Farbe
s/w
Laufzeit
81 min
Bildformat
Vollbild
 

 

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© United Artists Corporation
 
Johnny Clay (Sterling Hayden) wird nach fünfjähriger Haft auf der Gefängnisinsel Alcatraz wieder auf freien Fuß gesetzt. Er liebt seine Freundin Fay (Coleen Gray) und die beiden träumen von einem sorgenfreien Leben fern der Vergangenheit. Für einen letzten Coup, der ihm 2 Millionen US-Dollar einbringen soll, schart Johnny Clay einige Amateure in Geldnöten um sich. Beim wichtigsten Pferderennen der gesamten Saison wollen sie gemeinsam die Wetteinnahmen des Hippodroms von Lansdowne Park rauben. Kassierer George Peatty (Elisha Cook jr.) und Barkeeper Mike O'Reilly (Joe Sawyer) sind selbst Angestellte des Rennbahnbetriebs. Der korrupte Polizist Randy Kennan (Ted de Corsia) soll ihre Flucht decken. Doch Johnny Clay muss auch den Scharfschützen Nikki Arcane (Timothy Carey) und den Ringkämpfer Maurice Oboukhoff (Kola Kwariani) anheuern, die im Verlauf der komplexen Aktion ebenso eine Rolle spielen. Clay hat mit allem und jedem gerechnet! Nur nicht mit George Peattys Frau Sherry (Marie Windsor) und mit deren abgebrühtem Liebhaber Val Cannon (Vince Edwards). Gnadenlos nutzen sie George Peattys große Schwäche - der alles tut, um seine Sherry zu beeindrucken, auch wenn er dabei ein Geheimnis ausplaudert…
 
Mit dem schmalen Budget von 330.000 US-Dollar, mit u.a. Jim Thompson als Drehbuchautor und mit einem untrüglichen Sinn für Schauspieler, Bildästhetik, Timing und Schnitt schuf der Regisseur Stabnley Kubrick 1956 sein erstes Meisterstück – einen Film Noir. Die Verfilmung des Romans Der Millionencoup von Krimiautor Lionel White wurde zu einem Wendepunkt in der Geschichte des US-amerikanischen Kinos - vor allem mit Blick auf Erzähltechnik, das sytematische Zersetzen herkömmlicher Gut-Böse-Schemata als ideologischem Rückgrat der McCarthy-Ära und mit dem einhergehenden Ende des bedingungslosen Glaubens ans Land der unbegrenzten Mögklichkeiten. Neben der Regie hat das Schwarzweiß von Kameramann Lucien Ballard hohen Anteil am Charakter des Films.
 
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© United Artists Corporation
 
Der deutsche Filmkritiker Paul Werner schrieb1985 in seinem Buch Film noir – Die Schattenspiele der schwarzen Serie: „In einem sonst in der amerikanischen Filmgeschichte nie gekannten Maße gebärdet sich der Film noir als Antithese zum American Dream.“ Und kaum ein Film Noir nach 1941 versinnbildlichte diese These dergestalt wie Stanley Kubricks The Killing (= Originaltitel). Mit einem Ensemble, das sich wie ein „Who’s Who“ des klassischen Film Noirs liest und mit der Bitterkeit in jedem Augenaufschlag Johnny Clays, den Sterling Hayden mit seinem aus John Hustons Asphalt-Dschungel / Raubmord (USA 1950) importierten Stoizismus zu verkörpern scheint, ist der Streifen das Gegenteil des US-amerikanischen Zeitgeists in den Mittfünfzigern. Zunehmend verdichtet sich die auf der Leinwand greifbare Dunkelheit zur Beklemmung und Bedrohung in jeder Nichtigkeit des Geschehens, demgegenüber der letzte, leise Satz Johnny Clays, als er seinem Schicksal ins Auge blickt, wie ein Donnerschlag daher kommt: „What’s the difference?“
 
Die DVD-Umsetzung von MGM erweist sich als hochwertig: 5 Tonspuren, 5 Untertitel, originales Format und ungekürzte Spiellänge, ein exzellent restauriertes Bild und der original Kinotrailer als Extra.
 

 

Film Noir | 1956 | USA | Stanley Kubrick | Jim Thompson | Lionel White | Lucien Ballard | Elisha Cook jr. | Jay Adler | Jay C. Flippen | Joe Sawyer | Joe Turkel | Sterling Hayden | Ted de Corsia | Timothy Carey | Vince Edwards | Coleen Gray | Dorothy Adams | Marie Windsor

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